
Leni Breymaier
„Politikerinnen vis à vis im Gespräch“ - Fortsetzung der Veranstaltungsreihe mit ver.di – Frontfrau Leni Breymaier

„Politikerinnen vis à vis im Gespräch“ - Fortsetzung der Veranstaltungsreihe mit ver.di – Frontfrau Leni Breymaier
Nach der Auftaktveranstaltung mit Hilde Mattheiß MdB in Aalen fand am Samstag nun das zweite Treffen der neuen Veranstaltungsreihe „Politikerinnen vis à vis im Gespräch“ im Schwäbisch Gmünder Café Spielplatz statt.
Als prominenten Gast begrüßte die AsF Ostalb die ver.di Landesvorsitzende Leni Breymaier. In der Diskussion wurde schnell deutlich, dass es große Gemeinsamkeiten in der politischen Arbeit zwischen AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) und dem Wirken der ver.di - Frontfrau gibt. Mit dem Schwerpunktthema „Armut“ wies die AsF in ihrer jüngsten Veranstaltung auf das hohe Risiko für Frauen, und besonders der Alleinerziehenden hin. „Frauen sind überproportional häufig in Niedriglohnverhältnissen tätig“, hob AsF-Kreisvorsitzende Claudia Sünder hervor „Die Ergebnisse des dritten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung sprechen eine deutliche Sprache. Kinderarmut ist eine Folge der wirtschaftlichen Situation in der Familie.“. Leni Breymaier stimmt dem zu: „Aus den Hungerlöhnen werden Hungerrenten. Dies betrifft in besonderer Weise die Frauen. Ganz schwierig wird die Auseinandersetzung um Mindestlöhne z.B. im Bereich des Einzelhandels.“
Die überwiegende Mehrheit der 220 000 Beschäftigten im Einzelhandel in Baden-Württemberg sind Frauen. Ohne eine Regulierung, also ohne Tarifverträge wird Wettbewerb bald nur über Gehalt erfolgen. Hungerlöhne sind die Folge. Einig waren sich Breymaier und Sünder in der Forderung nach dem Mindestlohn. Breymaier führte weiter aus: „Mit dem Entsendegesetz ist viel erreicht worden. Aber auch hier wird am Einzelhandel deutlich, dass noch nachgearbeitet werden muss. Wir bräuchten bundeseinheitliche und keine landesindividuell gestalteten Tarifverträge“. Hinderlich seien ebenfalls die Auflage, dass die Arbeitgeber 50 Prozent der in der Branche Beschäftigten repräsentieren sowie die Notwendigkeit, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber den Willen bzw. ihre Zustimmung zum Mindestlohn bekunden müssen.
In angeregtem Gespräch wurden viele Informationen für die künftige Arbeit ausgetauscht. Eine enge Zusammenarbeit bietet die Möglichkeit zur Vernetzung und zahlreichen Kooperationsveranstaltungen. Der AsF Kreisverband Ostalb wird das nächste vis à vis Gespräch im Herbst diesen Jahres durchführen, doch bereits am 22. Juli 2008 steht das Thema „Änderungen im Pflegegesetz“ im Zentrum der nächsten Veranstaltung. Als Referentin wird Katrin Altpeter MdL und stellv. Fraktionsvorsitzende fachkundig informieren. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Tagespresse.
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