Für eine starke und handlungsfähige Region

Veröffentlicht am 23.03.2010 in Fraktion

In ihrer Klausurtagung hat sich die SPD Regionalverbandsfraktion für eine starke und handlungsfähige Region Ostwürttemberg ausgesprochen.

Verbandsdirektor Eble erläuterte vor der Fraktion die Risiken und Chancen der Region vor der Situation der sich bildenden Metropolregionen Stuttgart, München und Nürnberg und den aufsteigenden Zentren Ulm und Augsburg.

Es wäre erkennbar, dass die Region Ostwürttemberg auch in Zukunft eine eigenständige Daseinsberechtigung habe, wenn Risiken und Chancen erkannt würden und die Region sich darauf einstellt. Die bestehenden Entwicklungsachsen in der Region würden funktionieren und auch die Zusammenarbeit mit der Metropolregion Stuttgart wäre auf einem guten Weg.
Die Region Ostwürttemberg verfüge über einen ausgezeichneten Besatz mit wirtschaftlich starken Unternehmen, allerdings gelinge es immer noch nicht, das öffentlich wahrgenommene Image der Region zu verbessern.

Die SPD Regionalverbandsfraktion stellt in einer engagierten Aussprache fest, dass die Rahmenbedingungen für eine gute Positionierung der Region vorliegen würden, es aber an der nötigen Dynamik und dem erforderlichen Schwung in der Weiterentwicklung der Region fehlt. Auch habe die Diskussion über die Schaffung eines gemeinsamen Oberzentrums der Region mehr geschadet als genützt. Es müsse daher wieder eine zentrale Aufgabe des Regionalverbandes und der WIRO sein, diese erkennbaren Defizite durch eine aktive Regionalpolitik zu beseitigen. Dazu gehöre eine Neuausrichtung des Regionalmarketings und der intensiven Auseinandersetzung mit den Themen Verkehr und Mobilität, Energie, Tourismus, Landwirtschaft und der Nahversorgung im ländlichen Raum.

Eine klare Absage erteilte die SPD Regionalverbandsfraktion im Rahmen der bevorstehenden Fortschreibung des Regionalplanes möglichen Diskussionen um erneute Veränderungen der bestehenden Struktur der „zentralen Orte“. Dieses Thema müsse man endlich im Interesse der Region zu den Akten legen.
Viel wichtiger sei es, dass die beiden Landkreise Ostalb und Heidenheim, die Mittelzentren Aalen, Ellwangen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd und die Städte und Gemeinde gemeinsam Wege der Zusammenarbeit finden würden, um den Anforderungen einer flächendeckenden Grundversorgung und gemeinsamer Aufgaben „oberzentraler Natur“ für die Zukunft Rechnung zu tragen.

Die SPD Regionalverbandsfraktion wird, so ihre Vorsitzende Claudia Sünder, aktiv mit dazu beitragen, dass der Regionalverband und die WIRO ihre zentralen Aufgaben wieder angehen und auch das Projekt „Zukunftsinitiative Ostwürttemberg 2015“ aufgegriffen und erfolgreich zu Ende geführt wird.
„Wir brauchen wieder einen gemeinsamen Ruck in der Region“ so Sünder zur gegenwärtig spürbaren Trägheit im Regionalverband.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, hat sich die SPD Regional-verbandsfraktion ein Arbeitsprogramm gegeben, welches u.a. vorsieht, sich zum einen intensiv mit der Lage der regionalen Landwirtschaft zu beschäftigen, das Thema der Energieversorgung und den Einsatz regenerativer Energie in der Region aufzugreifen und sich vertieft mit den Anforderungen eines zukunftsfähigen öffentlichen Personennahverkehrskonzeptes zu befassen.

Gleichfalls für erforderlich hält die SPD die Verbesserung der Kooperation der Aktivitäten im regionalen Tourismus, ein Konzept zur Gewährleistung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum als auch die Entwicklung von Strategien gegen die prognostizierte Abnahme der Bevölkerung in der Region.

 

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