Sozialdemokraten feiern sich und ihre Verdienste

Veröffentlicht am 10.06.2013 in Presseecho

Kurt Beck und OB-Bewerber Thilo Rentschler

Sonne satt und das "Simon First Trio" stimmt die Instrumente. Nach und nach treffen die SPD-Granden ein, Kurt Beck kommt gegen 14.30 Uhr und schüttelt gutgelaunt viele Hände.

Stadtverbandsvorsitzender Professor Dr. Ulrich Klauck begrüßt den prominenten Gast, dessen Besuch Dr. Alfred Geisel eingefädelt hat.
Beck war 18 Jahre Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz, war 19 Jahre dort SPD-Landeschef und auch das Amt des Bundesvorsitzenden seiner Partei hatte er schon inne. Ein sozialdemokratischer Hochkaräter bleibt er, was die rund 150 Genossen mit viel Beifall honorieren.
„Hausherr“ Landrat Klaus Pavel heißt Beck willkommen, und der „Schwarze“ würdigt die Verdienste der „Roten“ für Deutschland und für den Ostalbkreis. „Die SPD ist im Kreis nicht die Nummer eins“, scherzt Pavel, fügt aber hinzu: „Sie hat hier mit dafür gesorgt, dass es auf der Ostalb ein starkes soziales Fundament gibt, und dass der soziale Frieden geschaffen und erhalten wurde.“
Am Rednerpult dann blickt Beck zunächst auf die Anfänge der Sozialdemokratie. Vor 150 Jahren sei es darum gegangen, jenen, die nicht begütert waren, eine politische Stimme zu geben. Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität seien Eckpfeiler einer Demokratie. Dieses damals zu fordern, habe Mut verlangt. Auch das Wahlrecht für Frauen habe die SPD erkämpft, erinnert Beck. Doch sei hier vollständige Gleichberechtigung noch nicht erreicht, plädiert er für die Einführung der Quote.
Die Herausforderungen, die einst zur Gründung der SPD führten, seien zwar verändert, im Kern aber doch gleich geblieben. Im Widerstreit zwischen „Profitmaximierung um jeden Preis“ und sozialer Gerechtigkeit bleibe die SPD Anwalt der Schwachen, „denn Menschen sind keine Kostenfaktoren mit Ohren“.
Einiges gelte es in Deutschland wieder „vom Kopf auf die Füße zu stellen“, meint Beck. Beispielsweise das Gebaren der Finanzwirtschaft, die Gewinne gerne selbst einstreiche, Verluste aber der Gesellschaft aufbürde. „Wer spekulieren will, soll das mit seinem eigenen Geld tun“, fordert Beck.
Oder die Situation am Arbeitsmarkt. Wir hätten uns einreden lassen, es gebe Jobs, die es nicht wert seien, anständig bezahlt zu werden, sagt Beck. „Diese Jobs sind aber nicht disponibel, sie sind notwendig. Es ist eine Frage an die Gesellschaft nach dem Wert der Arbeit und der Würde derer, die arbeiten. Wer arbeitet, hat das Recht, seine Existenz daraus bestreiten zu können“, fordert Beck überall dort Mindestlöhne, wo Gewerkschaften nicht in der Lage sind „ordentliche Standards“ zu erkämpfen.
„Erst kommen die Märkte, dann Gott und dann die Regierungen. Was soll das denn?“, fragt Beck und ist wütend über dieses scheinbar zementierte Ranking. „Märkte haben weder einen sozialen noch einen ökologischen Zensus. Sie kennen nur Kostenverursacher. Dem muss man einen Rahmen geben“, fordert Beck.
Auch die schwierige Zeit der Sozialdemokratie während der Nazi-Herrschaft blendet Beck nicht aus. Die Gefahr von Rechts sei weiter virulent. „Wir haben die tiefe Verpflichtung, eine wehrhafte Demokratie zu sein“, sagt Beck. Bespitzelung der Bürger oder gar Einschränkung der Freizügigkeit seien hierzu aber nicht geeignet, „weil dies Demokratie so sehr aushöhlt, dass am Ende nichts mehr übrig bleibt, das zu schützen wert wäre“, sagt Beck.
Die SPD sei heute so wichtig, wie vor 150 Jahren und werde weiter tatkräftig und konstruktiv an der Entwicklung Deutschlands arbeiten, endet Beck und erntet langen Applaus.
Grußworte sprachen noch Wasseralfingens Ortsvorsteherin Andrea Hatam und SPD-Bundestagskandidatin Claudia Sünder. Bis abends wurde gefeiert.

Schwäpo v. 10.06.2013

 

12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de

Wer ist Online

Jetzt sind 1 User online