Tierschutz ernst nehmen: SPD-Ostalb diskutiert Katzenschutzverordnung mit der Tierhilfe Ostalb

Veröffentlicht am 11.09.2025 in Kreisverband

Abtsgmünd – Beim Stammtisch der SPD-Ostalb in Abtsgmünd stand der Tierschutz im Mittelpunkt. Der SPD-Kreisvorsitzende, Jakob Unrath, hob zu Beginn hervor, dass es trotz der vielen internationalen und bundespolitischen Herausforderungen auf lokaler Ebene wichtige Themen gäbe, die nicht ignoriert werden könnten.

Franziska Hedlund von der Tierhilfe Ostalb gab einen Einblick in die Arbeit des Vereins, der sich derzeit im Gründungsprozess befindet. Sie erläuterte die Problematik, die eine mögliche Katzenschutzverordnung lösen könnte. Dabei geht es vor allem um freilebenden Katzen und die damit verbundenen Herausforderungen für das Tierwohl sowie die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Hedlund berichtete von den Erfahrungen aus anderen Landkreisen, wie etwa Heidenheim und Göppingen, die bereits Katzenschutzverordnungen erlassen haben. "Eine Katzenschutzverordnung könnte helfen, das Streunertierproblem systematisch anzugehen und den Tierschutz zu verbessern", so Hedlund.

In vielen Städten und Gemeinden würden nach wie vor zahllose Katzen umherstreunen, was nicht nur Leiden bei den Tieren verursache, sondern negative Folgen für die Umwelt und die öffentliche Sicherheit erzeuge. Die unkontrollierte Vermehrung der Tiere führe zu einer Überpopulation, die schwer zu kontrollieren sei. Gleichzeitig würden Tierheime und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer durch die vielen hilflosen Tiere überlastet, die Kosten für die Kommunen würden ansteigen. Eine Katzenschutzverordnung könnte dazu beitragen, die Zahl der freilebenden Katzen zu regulieren und die Vermehrung zu verhindern. Dies würde die Situation sowohl für die Tiere als auch für die Gemeinden langfristig verbessern.

Jakob Unrath führte aus, dass die Landesregierung bislang keine Lösung für das Problem biete, sodass die Verantwortung auf die Kommunen abgewälzt werde. Ein schnelles Handeln sei im Ostalbkreis erforderlich, um die negativen Auswirkungen zu verhindern. "Am Ende profitieren alle von einer Katzenschutzverordnung – das Tierwohl, die Tierheime und die Kommunen", waren sich die Anwesenden einig.

 

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