Ulla Haußmann tritt erneut für die Landtagswahl 2011 im Wahlkreis Aalen an

Veröffentlicht am 17.07.2010 in Landespolitik

Ulla Haußmann kandidiert erneut für den Landtag im Wahlkreis Aalen

Seit 1997 vertritt Ulla Haußmann den Wahlkreis Aalen-Ellwangen im Landtag von Baden-Württemberg. Mit einer satten Mehrheit von 97,4 Prozent schickt sie die Wahlkreismitgliederversammlung der SPD nun in den Kampf um eine vierte Amtszeit. SPD-Kreisvorsitzender Josef Mischko wird Zweitkandidat.

„Ulla ist fast überall präsent“, lobte SPD-Kreisvorsitzender Josef Mischko das Engagement der Landtagsabgeordneten bei der Wahlkreismitgliederversammlung in der Hofener Liederhalle. Haußmann sei immer für die Bürger eingetreten und habe sich mit ihrer Fachkompetenz als gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag ein Standing erarbeitet, sagte Mischko und startete zum Angriff auf den politischen Gegner. „Jetzt ist die CDU angeschlagen, die FDP zerbröselt. Wir sind im Aufwind“, stimmte er die Genossen auf den anstehenden Wahlkampf ein.

Bildung koste immer mehr Geld – „das ist keine Bildungspolitik“, schimpfte Mischko über die CDU/FDP-Koalition in Stuttgart. Und mit Blick auf die Linke im Land meinte er: „Wir sind die soziale Partei, wir sind das Original.“ Er sei sich sicher, dass es der SPD trotz der von der Landesregierung durchgeboxten Wahlkreisreform – die SPD-Hochburg Essingen gehört beispielsweise künftig nicht mehr zum Wahlkreis Aalen-Ellwangen, sondern zum Wahlkreis Schwäbisch Gmünd – gelingen werde, das Mandat von Ulla Haußmann zu verteidigen. „Der Wahlkreis Aalen 26 ist rot“, sagte Mischko.

Dass die SPD in diesen Kampf erneut mit Haußmann ziehen wird, sei angesichts ihrer Erfolge nur logisch und konsequent. Das eindeutige Votum der SPD-Mitglieder bei der Nominierung stützte diese Einschätzung Mischkos. Mit 97,4 Prozent der Stimmen erreichte Haußmann eine eindeutige absolute Mehrheit im ersten Wahlgang.

Als Ersatzbewerber wählten die SPD-Mitglieder den 50-jährigen zweiten Bevollmächtigten der IG Metall in Aalen, Josef Mischko.

In einer mitreißenden Vorstellungsrede umriss Haußmann zuvor ihr Programm für die Landtagswahl im kommenden Jahr. Bessere Bildung für alle, gute Arbeit, erneuerbare Energien und ein sinnvoller Umgang mit dem demografischen Wandel standen dabei im Mittelpunkt. „Wir wollen den Wohlstand auf hohem Niveau sichern, ohne auf Pump zu leben“, sagte sie. Die Generationengerechtigkeit dürfe nicht in Frage gestellt werden. Hart ging sie mit der Atompolitik der CDU/FDP-Landesregierung ins Gericht und erteilte allen Endlos-Szenarien, wie sie momentan etwa von Ministerpräsident Stefan Mappus gefordert würden, eine klare Absage.

Für Baden-Württemberg forderte Haußmann „einen mutigen Politikwechsel“. Die SPD habe die Aufgabe, zu integrieren. Sie stehe für Leistung und für das Mitnehmen von anderen, die nicht so stark sind. Mehr denn je, seien die klassischen Werte der Sozialdemokratie, Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit, elementar wichtig.

„Ich will es mit eurer Hilfe noch einmal packen“, sagte sie unter dem Beifall der Sozialdemokraten. Unterstützt wurde die Nominierung von Haußmanns Vorgängern, Aalens Alt-OB Ulrich Pfeifle, der sich in einer ebenso kämpferischen Rede für sie einsetzte, und Landtagsvizepräsident a. D. Dr. Alfred Geisel, der die Genossen in einem von Richard Burger verlesenen Brief aufforderte, sozialdemokratisches Selbstbewusstsein zu zeigen. Geisel: „Aus solchem Holz sollten bürgernahe Abgeordnete geschnitzt sein.“ Haußmann versprach: „Wir werden die CDU das Fürchten lehren.“

 

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