SPD-Landtagskandidaten stellen sich vor

Veröffentlicht am 18.06.2010 in Kreisverband

2011 finden in Baden-Württemberg die nächsten Landtagswahlen statt. Im Wahlkreis Schwäbisch Gmünd wird die Person, die für die SPD in den Landtagswahlkampf zieht, durch die Mitglieder der Partei gewählt. Die bisherigen Kandidaten präsentierten sich diesen nun in drei Vorstellungsrunden. Eine davon fand in Essingen statt.

Um den Mitgliedern der SPD, aber auch interessierten Bürgern die Gelegenheit zum Kennenlernen der bisherigen Kandidatin sowie der Kandidaten zu geben, veranstalteten die SPD-Ortsvereine im Wahlkreis Schwäbisch Gmünd gemeinsame Vorstellungsrunden, an denen alle die Möglichkeit hatten, Fragen zu stellen und sich selbst ein Bild von ihren potenziellen künftigen Landtagsabgeordneten zu machen.

Mögglingens Ortsvereinsvorsitzender Jakob Unrath stellte im Gasthaus „Sonne“ das Prozedere der Essinger Vorstellungsrunde vor. So wurde die Reihenfolge, in der die Kandidaten sich vorstellen durften, beispielsweise ausgelost, jede Vorstellung und die Beantwortung von Fragen zeitlich streng limitiert. Die Moderation des Abends übernahmen die Ortsvereinsvorsitzenden aus Essingen und Abtsgmünd, Manfred Kolb und Marlies Büker.
Neben Klaus Maier, Konrad von Streit und Daniela Maschka-Dengler, die sich um das Landtagsmandat bewerben wollen, präsentierte sich auch Zweitkandidat Bilal Dincel den Genossen in der „Sonne“.

Bei den Vorstellungen machte Pfarrer Konrad von Streit den Anfang. „Von den Sekt-Etagen zurück in die Bierkeller“ solle sich die SPD orientieren, sagte er. Dort habe sie ihr Fundament. „Lasst uns wieder den Menschen in den Mittelpunkt stellen“, forderte er. Mit seinen Zielen, zum Beispiel eine Überprüfung des umstrittenen Projekts Stuttgart 21, will von Streit auch Stimmen im bürgerlichen Lager holen. Außerdem kenne er alle 17 SPD-Ortsvereine im Wahlkreis gut, betonte er seine Nähe zu den Genossen vor Ort.
„Mein Herz schlägt für die, die sozial schwächer sind und sich oft nicht selbst entsprechend ausdrücken können“, sagte Daniela Maschka-Dengler. Ihren Schwerpunkt legte die Schulleiterin auf „bessere Bildung – von 0 bis 99“. Sie forderte eine am Bedarf der Berufstätigen orientierte flexible Betreuung mit entsprechendem Ausbau von Krippen und Kitas samt angegliederten Familienzentren. Sie weise im Bereich soziale Gerechtigkeit das notwendige Know-how und entsprechende Erfahrung auf, sagte Maschka-Dengler.
„Politik muss den Menschen wieder Orientierung geben“, sagte Bürgermeister Klaus Maier.

Er setze sich gegen Lohndumping und für gute Arbeit ein. Kritisch äußerte er sich zu Privatisierungen. Gewinne würden ständig privatisiert, Verluste sozialisiert, bemängelte er. „Gespart wird wieder bei denen, die sich nicht wehren können“, schimpfte er. Das „verstaubte Schulsystem“ will Maier international anpassen. „Kein Abschluss ohne Anschluss“ müsse hier die Devise lauten. Ansonsten sei er vor allem „Spezialist in Finanzpolitik“, betonte er seine Stärken.

Alle Kandidaten setzten sich zudem für die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns sowie eine stärkere Förderung des Mittelstands ein. Der abschließenden Fragerunde stellten sie sich selbstbewusst.

Die Nominierungskonferenz der SPD im Wahlkreis Schwäbisch Gmünd findet am Freitag, 09. Juli in der Mögglinger Mackilohalle statt. Mit wem die SPD 2011 in den Kampf um ein Landtagsmandat geht, wird erst dort entschieden.

 

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