Die Windkraft wird auf dem Härtsfeld konzentriert. Bei Ebnat und Waldhausen werden mehr als 1000 Hektar für bis zu 50 Windmühlen ausgewiesen. Alle anderen Aalener Suchräume sind vom Tisch.
Die Windkraft wird auf dem Härtsfeld konzentriert. Bei Ebnat und Waldhausen werden mehr als 1000 Hektar für bis zu 50 Windmühlen ausgewiesen. Alle anderen Aalener Suchräume sind vom Tisch.
Die Windkraft wird auf dem Härtsfeld konzentriert. Bei Ebnat und Waldhausen werden mehr als 1000 Hektar für bis zu 50 Windmühlen ausgewiesen. Alle anderen Aalener Suchräume sind vom Tisch. Die Grünen wollten vor allem den Langert unter die Lupe nehmen.
Alexander Gässler
Die Waldhäuser Windräder aus der Pilotenperspektive. Die insgesamt sieben Räder könnten bald Gesellschaft bekommen. Mehr als 700 Hektar sollen bei Waldhausen für Windkraft ausgewiesen werden. Die Stadt Aalen möchte ihre Pläne zur Energiewende zügig voranbringen. (Foto: Oliver Giers)
Aalen. Die Energiewende in Aalen soll sich auf dem Härtsfeld abspielen – auf gut 300 Hektar bei Ebnat und gut 700 Hektar bei Waldhausen. Etwas mehr als die Hälfte der Gesamtfläche zählt zur Aalener Markung, wie OB Martin Gerlach eingangs der abschließenden Debatte im Gemeinderat sagte.
Uschi Barth sprach für die CDU, Fraktionschef Dr. Karl Franke und CDU-Stadtverbandsvorsitzender Peter Peschel sollten sich später bei der Abstimmung enthalten. Die Umstellung auf die erneuerbaren Energien müsse mit Sachargumenten und Augenmaß diskutiert werden, sagte sie, „weil die Bürger vor Ort die Lasten des Umbaus zu tragen haben“.
Uschi Barth lobte die Ebnater und Waldhäuser, weil „sie ohne große Reibereien und Zerfereien zu einem guten Ergebnis gekommen sind“. Auf der 1000 Hektar großen, konfliktfreien Fläche könnten nun zeitnah 50 Windkraftanlagen entstehen. Sowohl im Stadtwald als auch im Privatwald hält sie Bürgerwindräder für möglich – „wenn man will“. Bei den im Februar vom Gemeinderat beschlossenen andern vier Aalener Suchräumen sei die Sachlage eindeutig, betonte sie – zu viele Konflikte unter anderem mit Natur- und Artenschutz. „Sie haben keine Chance, als Vorrangflächen ausgewiesen zu werden.“
„Die Energiewende soll ins Rollen kommen“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Albrecht Schmid und zollte Ebnat und Waldhausen Dank und Respekt. Auch die SPD will die Suchräume eins bis vier zunächst nicht weiterverfolgen. Die braucht es nach Schmids Worten auch nicht, um die Energiewende zu schaffen. Außerdem betonte er: „Der Albtrauf genießt besonderen Schutz.“ Der „Kasus Knaxus“ für seine Fraktion sei gewesen, dass man das Verfahren jederzeit neu starten könne.
Damit war klar, dass die Grünen ziemlich alleine dastehen würden. Der jetzt vorliegende Entwurf sei der „kleinste gemeinsame Nenner, ein Minimalkonsens“, kritisierte Sprecher Michael Fleischer. Der Regionalverband und Baubürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler hätten restriktiv gehandelt. „Der Flächennutzungsplan hat nur einen einzigen Inhalt – alles, was über die eingedampfte Vorrangfläche hinausgeht, zu verhindern.“
Das Härtsfeld sei wegen der Höchstpannungsleitung für große Investoren attraktiv, sagte Fleischer weiter. Auf dem Langert dagegen könne man ins 20-KV-Netz der Stadtwerke einspeisen. Also beantragte er, den 155 Hektar großen Suchraum auf dem Langert, aber auch den Braunenberg in den Flächennutzungsplan aufzunehmen. „Das hätte zur Konsequenz, dass sie vom Regionalverband näher untersucht werden.“ Auf dem Härtsfeld werde sich nichts ändern, wenn man sich die zwei Suchräume offenhalte.
Professor Friedrich Klein (FDP/Freie Wähler) sprang Fleischer bei. „Es reicht nicht, Flächen auszuweisen sondern es muss ausreichend Windkraft zur Verfügung stehen.“ Und weiter: „Wenn man die Energiewende will, muss man alles tun, damit sie funktioniert. Mit den Beschlüssen heute werden wir es nicht schaffen.“ Gerade die kleinen Suchräume könnten für Bürgerwindräder interessant sein, meinte Dr. Holger Fiedler (Die Linke/Pro Aalen). Norbert Rehm (Aktive Bürger) fürchtet: „Wenn wir einen Suchraum rausnehmen, ist er weg.“
Auch die Ortsvorsteher Herbert Brenner und Manfred Traub (beide CDU) meldeten sich zu Wort. „Ohne die Bürger geht nichts“, betonte Brenner. Die Stadt Aalen leiste mit 1000 Hektar einen wertvollen Beitrag zur Energiewende. „Ich glaube, dass es deshalb so wenig Bürgerwindräder gibt, weil die Bürger erst einmal fünf Millionen zusammenbekommen müssen“, sagte Traub.
Abgestimmt wurde einzeln. Zuerst fiel der Langert raus – bei 16 Ja- und 27 Neinstimmen. Der Braunenberg wurde mit 27 zu 14 Stimmen abgelehnt. 32 Stadträte waren schließlich für die zwei Härtsfeldflächen, zehn dagegen – darunter die komplette Grünenfraktion. Außer Franke und Peschel enthielten sich Friedrich Klein und FDP/FW-Fraktionschef Bernhard Ritter.
© Schwäbische Post 19.07.2012
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